hartzcore I
feldversuch sozialabbau in deutschland


27/10/2006

jörg rogall im hungerstreik

Veröffentlicht von: laborleiter @ 14:00 [ vor 3 Jahren, 10 Monaten ]

Er prangert Betrug und Veruntreuung von 1-Euro-Jobbern im Landkreis Aurich an und fordert Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft. Laut seiner Recherche fungiere die Auricher Kreisvolkshochschule (KVHS) als illegales Leiharbeitsunternehmen. Vier 1-Euro-Jobber hätten einen Vertrag mit der KVHS und sollten ursprünglich in einem Möbellager der KVHS eingesetzt werden. Tatsächlich würden sie jedoch die Paddel- und Pendelstation am Großen Meer betreuen. Der selbstständige Rogall hatte ebenfalls eine Paddelstation eröffnen wollen, musste jedoch feststellen, dass er gegen eine derart billig und staatlich subventionierte Konkurrenz keine Chance hatte. Zudem setzt er sich mit seiner Aktion für die Umwandlung der Arbeitsgelegenheiten in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse ein.

erwerbslosen forum deutschland





28/8/2006

gesellschaftlicher mehrwert

Veröffentlicht von: laborleiter @ 11:18 [ vor 4 Jahren ]

Man braucht nicht allzuviel ökonomischen Sachverstand, um zu erkennen, dass die Finanzierung von kommunaler Arbeit im Non-Profit-Sektor nicht nur gesellschaftlich, sondern auch volkswirtschaftlich wesentlich sinnvoller ist als die Alimentierung von Langzeitarbeitslosen und die Finanzierung eines milliardenschweren Repressionsapparates rund um die Verpflichtung zur Aufnahme von “Ein-Euro-Jobs”.
rainer balcerowiak in der jungen welt am 28.08.06



25/8/2006

was zuviel ist, ist zuviel

Veröffentlicht von: laborleiter @ 11:22 [ vor 4 Jahren ]

Langzeitarbeitslose müssen sich darauf einstellen, dass ihre Zuverdienstmöglichkeiten beschnitten werden: Der Arbeitnehmerflügel der CDU signalisiert Zustimmung zu entsprechenden Plänen von SPD-Arbeitsminister Franz Münteffering.
Handelsblatt (via Hartz.Blogg)

bleibt die frage, sollen die arbeitslosen jetzt was machen, damit sie aus der lethargie rauskommen oder nicht. ausserdem werden ja 80% der einnahmen vom staat einkassiert und entlasten somit den haushalt. soviel abgaben zahlt nichtmal herr hartz.

und immer wieder das geschwafel von dem einrichten in der sozialen hängematte. mit grosser sicherheit würde dieser personenkreis auch vollzeitarbeitsplatze annehmen, wenn es sie den gäbe.

Mittlerweile gebe es rund eine Million Empfänger von Arbeitslosengeld II, die vollzeit oder teilzeit beschäftigt seien. Damit sei eine Form von Kombilohn aus staatlicher Unterstützung und Arbeitseinkommen entstanden, die so nicht geplant gewesen sei.

da bietet sich eine einfache lösung an: rauf mit den hungerlöhnen und schon sind die aufstocker aus dem leistungsbezug.

die situation der hilfeempfänger immer weiter verschlimmbessern schafft keinen einzigen arbeitsplatz, da wird sklaverei dadurch beseitigt, dass man den sklaven weniger zu essen gibt.

ps: Nach den bisherigen Regeln werden bei Langzeitarbeitslosen mit einem zusätzlichen Bruttoeinkommen zwischen 100 und 800 Euro im Monat 20 Prozent nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet - also maximal 160 Euro monatlich.

dass ein journalist, nur von 50% eines themas, über das er berichtet, etwas versteht, wäre kein problem, wenn er nicht über die anderen 50% schreiben würde.
(100 euro freibetrag, 20% von 700=140 euro, maximal 240 euro)



13/8/2006

von idioten, für idioten?

Veröffentlicht von: laborleiter @ 14:45 [ vor 4 Jahren ]

seit dem 1. august 2006 kam die dritte änderung der hartz IV refom über uns. wie alles was in diesem zusammenhang so erlassen wurde, gibt es auch hier die eine oder andere frage: muss ich mich zum einkaufen bei der arge abmelden?

das ist natürlich eine ironische frage. da das gesetz aber in seiner ausführung nur ein witz ist, sollte etwas spott erlaubt sein.

(more…)



31/7/2006

behördenposse um erfolgreiche existenzgründung

Veröffentlicht von: laborleiter @ 12:38 [ vor 4 Jahren, 1 Monat ]

Bonn. Die ARGE Bonn hat der Bonner Reisebürounternehmerin Katja L. (Name der Redaktion bekannt) zur Auflage gemacht, jede dienstlich notwenige Ortsabwesenheit von Bonn vorher genehmigen zu lassen und ihr Reisebüro ab ca. 14:00 Uhr täglich zu verlassen. Katja L. lebt in eheähnlicher Gemeinschaft und muss seit 2005 für ihren arbeitslosen Freund mit aufkommen. Die beiden hatten sich vor 3 Jahren entschlossen zusammen zu ziehen, nachdem die Geburt des Kindes bei Katja L. anstand. Für Katja L. gab es nur die Wahl, entweder das Kind zu bekommen und mit ihren Freund einen gemeinsamen Haushalt zu bilden oder ihr Kind abzutreiben, um ihr 1999 gegründetes Unternehmen weiter zuführen. Sie entschied sich für ihr Kind und investierte in das Reisebüro und hat heute 2 festangestellte Mitarbeiterinnen. erwerbslosenforum >>



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