rettet den regenwald vs bündnis 90/die grünen
Ich habe stets die Abholzung des Regenwalds gegeißelt und bekämpft sowie klare Kriterien für den Anbau von Palm- und Sojaölen gefordert. Diese sind unter anderem: keine Abholzung von Regenwald, keine Konkurrenz zur Nahrungsmittelerzeugung, Einfordern und Einhalten von sozialen und ökologischen Standards, fairer Handel sowie Förderung und Unterstützung dezentraler Erzeugungs- und Versorgungsstrukturen.
Für den diskutierten Einsatz von Palmöl in Bad Kissingen und anderswo in Deutschland bedeutet dies: Eine Unterstützung kommt nur in Frage, wenn sichergestellt ist, dass dafür kein Regenwald abgeholzt wurde, und das Palmöl ökologisch und sozial fair produziert und gehandelt ist. Genau dies habe ich stets geschrieben und hervorgehoben, auch gegenüber dem Oberbürgermeister von Bad Kissingen, Karl Heinz Laudenbach.
Hans-Josef Fell, Bündnis 90/Die Grünen
Der Anbau von Pflanzenölen ist sozial unverträglich und hat weitreichende wirtschaftliche Folgen.
Dieser zunehmende Druck auf die Natur wird vor allem durch international operierende Unternehmen aufgebaut, nicht durch eine Bevölkerung, deren traditionelle Einkommensgrundlagen und Lebenszusammenhänge in den letzten Jahrzehnten radikal zerstört wurden. Deren einzige Hoffnung besteht nun darin, Einkommensalternativen auf der Basis nachwachsender Rohstoffe zu schaffen - nicht als ungerecht behandelte Landarbeiter, sondern als freie und selbstbewusste Bauern.
Land- und Bodenrechtskonflikte mit Plantagenunternehmen und korrupten Verwaltungen gehören heute zum Alltag dieser Bauern. Landvertreibungen durch Palmölplantagen werden reglmäßig dokumentiert (SAWITWATCH Indonesia) und sie sind sogar schon im Jatropha-Anbau beobachtet worden, und dass obwohl diese Pflanze erst seit wenigen Jahren für den großflächigen monokulturellen Anbau als Ölpflanze eingesetzt wird.
Rettet den Regenwald e.V. (via ost blog)


