harte zeiten für erwerbslose
Gute Zeichen am Arbeitsmarkt? Aufschwung? Die Wahrheit sieht anders aus. Mit allen Mitteln versucht die Bundesregierung Erwerbslose aus den Statistiken zu nehmen. Die versprochenen Zahlen müssen stimmen. Also werden Arbeitslose durch Jobs jedweder Art gejagt. Ein gutes Mittel dazu sind ebenso die seit Jahresbeginn in Kraft getretenen neuen Sanktionen. Lehnt ein Erwerbsloser eine zumutbare Arbeit ab – wobei Zumutbarkeit eher durch Fallmanager in den Behörden definiert wird – treten erhebliche Sanktionen gegen ihn im Gang. Dies geht bis zum Wegfall der Leistungen im Wiederholungsfalle. Laut Pressemeldung der Arbeitsagentur (17.01.2007) müssen besonders Arbeitslosengeld II-Empfänger alle Möglichkeiten ausschöpfen, ihre Hilfebedürftigkeit zu beenden oder zu verringern. Dazu gehöre, dass jede (!) zumutbare Arbeit aufgenommen werden muss oder an Fördermaßnahmen – egal welcher Unsinn sich dahinter verbirgt – teilzunehmen. Wer ohne wichtigen Grund gegen diese Pflichten verstößt, dem werden für 3 Monate die Leistungen um 30 % gekürzt und bei wiederholter Pflichtverletzung um weitere 30 %.
entscheidend für das überleben im paragraphen-dschungel ist die eigene sachkunde, die man sich im idealfall in einer selbsthilfegruppe erwirbt.
sollte eine solche nicht in der nähe sein und sich auch nicht gründen lassen, hilft nur noch das handbuch für einzelkämpfer.



Super Beitrag, endlich machen wir uns Gedanken über die Situation, jetzt müssen wir nur noch handeln! Es geht noch weiter bei HartzIV, wenn Du Dir nach den Kürzungen noch einmal etwas zu Schulden kommen lässt, werden Dir sämtliche Leistungen gestrichen, das bedeutet für Dich: Deine Miete wird nicht mehr bezahlt, Du bekommst keine Essensgutscheine und Du bist nicht mehr Krankenversichert, das heißt, Du bist OBDACHLOS, gemein gesagt PENNER.
Wir sollten ein “bedingungsloses Grundeinkommen” erwirken.
Gruß Wolfgang
Kommentar von Wolfgang — 7/8/2007 @ 11:03