das volk, dass mit unbezahlter mehrarbeit reich wurde
(un)sinn vom institut für wirtshausforschung, nach dem gleichnis vom mann, der mit ein paar fischen und broten ein ganzes volk ernährte. wobei zu bemerken ist, dass volk damals wesentlich weniger personen waren.
…. die Arbeitszeitverlängerung wirkt wie ein großer Produktivitätsschub für die Arbeit und das Kapital.
mit weniger menschen kann mehr produziert werden, das erhöht die gewinne der unternehmen, wenn die produkte verkauft werden.
Dieser erhöht das Volkseinkommen und bereitet damit die Basis für die Finanzierung zusätzlicher Investitionen, die neue Arbeitsplätze schaffen.
das erhöhung des volkseinkommen kommt nur einer geringen teilmenge des volkes zugute.
Da die Lohnkosten je Stunde fallen, werden sogar besonders viele Arbeitsplätze geschaffen.
mehr arbeitsplätze enstehen, wenn mehr produkte verlangt werden, als durch die steigerung der produktivität erschaffen werden können, bei der steigerung der produktivität werden bei gleicher nachfrage weniger arbeitsplätze gebraucht.
Mehr Produktion bedeutet mehr Wertschöpfung und damit mehr Einkommen und Nachfrage.
mehr produktion schafft nur mehr gewinn, wenn die ware auch verkauft werden kann. sinkt die anzahl der käufer durch deren fallende finanzmittel, fällt die nachfrage.
Im konkreten Fall steigen die Gewinne der Unternehmen im Umfang des Wertes der zusätzlich produzierten Waren und Dienstleistungen.
etwaige überschüssige gewinne werden dort investiert, wo durch abbau von arbeitsplätzen viel gewinn zu erwarten ist
Die Kaufkraft für den Erwerb der Mehrproduktion wird also automatisch geschaffen.
die erhöhung der kaufkraft ist auf die personen reduziert, die direkten zugriff auf die gewinne haben.
bei der verteilung der gewinne auf alle am produktionsprozess beteiligten schwächelt das märchen ein wenig. der grund dafür mag sein, dass das nicht zu den primären informationszielen des instituts gehört.
unglücklicherweise sind global gesehen die menschen, die die mehrproduktion erzeugen, die gleichen, die sie auch abnehmen müssen.
oldhippie (via so-zi-al) meint dazu
Wenn in einer Gemeinschaft einige hungern und zur Lösung des Problems vorgeschlagen wird, die übrigen sollten noch mehr essen, wären wir wahrscheinlich fassungslos.
Wenn in einer Gemeinschaft aber einige ohne Arbeit sind und jemand vorschlägt, die übrigen sollten noch mehr arbeiten, wird so etwas ernsthaft diskutiert!
aber eigentlich geht´s uns ja noch gold
Wer in Brasilien Cola Dosen auf den Müll wirft, tut scheinbar Gutes; er hilft das Überleben der Arbeitslosen sichern.



Die gebetsmühlenartige Widerholung des Märchens der Arbeitsplätze, die durch längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich entstünden macht diesen Mythos nicht wahr. Aber man gewöhnt sich dran. Die Argumentation war dabei schon 2004 alt.
Kommentar von Sven — 21/6/2006 @ 13:25
So wie ich das Mehrarbeit-Argument verstanden hatte war eigentlich auch daran gedacht, dass man dann mehr verdient und somit mehr Geld hat. Und das könnte ja was bewirken.
Inzwischen aber wird die Arbeitszeit verlängert. Ohne das dadurch mehr verdient wird. Und wie es einer vom DIHT im Frühstückfernsehen dreist sagte, ist der Bonus der, dass man seinen Arbeitsplatz behält.
Kommentar von marcc — 21/6/2006 @ 17:46